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Selbst produziert in den Otahal Gärten St. Florian

Garten

Rückblende

Das Feld hinter unserem Haus und unserem Schlossereribetrib ist abgeerntet, der Boden mit landwirtschaftlichem Gerät aufgelockert und duftet satt und schwer nach Spätsommer mit Erd- und Strohnoten. Die Hitze steht auch noch am Abend und drückende Schwüle lähmt die Glieder. Fast erwartet verdichtet sich die Luftfeuchtigkeit zu schweren Gewitterwolken, die sich bedrohlich zu immer gewaltigeren Formationen auftürmen.
Eigentlich eine ersehnte Erleichterung und Abkühlung für die hitzegeplagten Menschen, als es am Abend mit schweren Tropfen zu regnen beginnt. Begleitet von orkanartigen Sturmböhen entläd sie schwangere Luft all ihre Last auf das ausgetrocknete Land. Die Luft wird endlich kühler und reiner und der Boden saugt gierig das langersehnte Nass.
Bald jedoch ist der erste Durst der Felder und Wiesen gestillt, die Niederschläge aber nehmen an Intensität noch zu; die Schläusen des Himmels sind geöffnet! Die ersten kleinen Bäche laufen auf offenem Feld in Richtung Tal – In Richtung unseres Betriebs, der sich am unteren Ende der Fläche befindet.

Die kleinen Gerinne schwellen an, der lockere, vollgesaugte Boden kommt ins Rutschen und eine Lawiene aus Lehm und Stroh bahnt sich den Weg durch Küchengarten und Sandspielplatz der Kinder und nimmt dabei alles mit, was auf seinem direkten Weg steht…..

montage hardfacts

Die nächsten Tage sind erfüllt vom Traktoren- und Baggerlärm. Unmengen an Schlamm muss weggeschafft werden. Die freiwilligen Feuerwehren des Ortes leisten Schwerarbeit und trotzdem scheint der Dreck kein Ende nehmen zu wollen. Alle Mitarbeiter, bestens ausgebildete Metallfacharbeiter, schaufeln, kehren und putzen Schulter an Schulter mit Freunden, Verwandten und Nachbarn. Nach beinahe 2 Wochen schwerer Arbeit ist der gröbste Dreck beseitigt, können die Mitarbeiter endlich wieder an ihre gewohnte Arbeit gehen. 30 – 40 oder mehr LKW-Fuhren klebrigen Schlamms sind fortgebracht und die Hoffläche ist wieder einigermaßen benutzbar.

Jetzt kommen die gemeinen Details des Schadens ans Licht: verstopfte Kanäle sind zu durchspülen, Maschinen und Anlagen im Keller sind kaputt und die gesamte Gartenanlage um das Gebäude herum muss neu angelegt werden.

Diese Szenario mussten wir 3 x in den letzten 12 Jahren miterleben, bis wir zum Entschluss gekommen sind, die landwirtschaftzliche Fläche hinter unserem Wohn- und Betriebsgebäude nicht mehr zu verpachten und konventionell bewirtschaften zu lassen, sondern die Bewirtschaftung selbst – und gänzlich anders – in die Hand zu nehmen!

Von der Idee zur Planung…

Ein Erlebnisgarten zum Erkunden, Entdecken und zum Naschen sollte es werden, aber eines war klar: die Grundform dahinter sollten Terassen sein!

Wo immer Kulturen in der Vergangenheit an Berghängen Landwirtschaft betrieben um Nahrungsmittel herzustellen, wandten sie die Terassenform an: besser zu bearbeiten, da die Ebenen grade liegen, mit verhältnismäßig überschaubarem Aufwand herzustellen, einfach zu strukturieren und vor allem Bewässerungs- (oder Abwäserungs-) technisch in den Griff zu bekommen!

Daneben sollte der Garten naturnah, im Einklang mit der Tierwelt und nicht ertragsorientiert sein. Dass daraus eine angestrebte biologische Bewirtschaftung folgte, versteht sich fast von selbst.

Nachdem auch die Naturschutzabteilung des Landes Oberösterreich und die „Leader Region“ das Projekt unterstützen und begleiten, musste nur noch ein Partner für die Errichtung gefunden werden, der das Projekt nicht nur als x-beliebigen Auftrag, sondern als begeisternde Herausforderung sieht! Dieser Partner war mit der ortsansässigen Firma Garten Berger bald gefunden.

… bis zur Baustelle

Pflege

Die Pflege der Pflanzungen erfolgt ausschließlich durch Jäten und gänzlich ohne chemische Mittel.

Unser Garten – ein besonderer Lebensraum

Die Mutter der Küche – Inspiration – Medidation und Regeneration!
Eine sinnliche Reise…

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